Wilhelmine Müller
Gedichte

Neu herausgegeben, kommentiert und mit einer Einführung versehen
von Giovanna-Beatrice Carlesso
September 2015. 384 Seiten. 13,0 x 20,5 cm. Gebunden
ISBN 978-3-939333-08-1
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Pfarrerstochter, Ehefrau und Mutter, Lyrikerin und Taschenbuchherausgeberin – ein Leben lang bewegte sich Wilhelmine Müller, geb. Maisch (1767–1807) im Spannungsfeld zwischen Rollenzuschreibung und Selbstverwirklichung. Das Schreiben war ihr dabei stets eine Herzensangelegenheit. Selbstbewusst wusste sie sich als Dichterin und Herausgeberin eines erfolgreichen Frauenalmanachs in dem damals von Männern dominierten Literaturbetrieb zu behaupten – und in so manchem ihrer Gedichte wird der Ruf nach Gleichberechtigung der Geschlechter laut.

Erstmals liegen Wilhelmine Müllers Gedichte nun versammelt vor und bieten Gelegenheit, dem Leben und Werk dieser wiederzuentdeckenden Lyrikerin nachzuspüren und an ihrem Beispiel den Bedingungen, Hindernissen und Möglichkeiten weiblichen Schreibens um 1800 nachzugehen. In einer umfassenden Einführung stellt Giovanna-Beatrice Carlesso die bewegte Lebensgeschichte der Dichterin vor, analysiert das in ihrer Lyrik zu Tage tretende Frauenbild und setzt sich kritisch mit der Selbstdarstellung Müllers und ihrer Rezeption auseinander. Ein ausführlicher Kommentar, der zum besseren Verständnis der Gedichte beiträgt, schließt diese bibliophile Ausgabe ab.